Keynote-Speaker: Prof. Dr. Manfred Faßler (Goethe-Uni Frankfurt)

Prof. Dr. Manfred Faßle wird bei am 22. Juni bei der 5. Veranstaltung von “twenty.twenty – Exploring the Future” die Keynote mit dem Titel “Der infogene Mensch im Jahr 2020″ halten.

Forschungs- und Lehrgebiete von Prof. Faßler sind: Kommunikations- und Medienwissenschaften, Netzwerkforschung, Wahrnehmungstheorien, Interaktionsforschung, digitale Entwurfs- und Gestaltungsprozesse, Bildwissenschaft, Global Digital Culture und Wissenskulturen.

Zur Fragestellung des nächsten twenty.twenty meint Prof. Faßler: „Der Themenbereich ist sehr umfassend, reizvoll und mit so viel Zukunfts-Anfragen gespickt, dass ich mit großer Neugier bzgl. der Diskussionen nach Wien kommen werde. Sehr angenehm ist für mich die Frageweise, da sie nicht auf irgendwelchen psychosozialen Kulturalarm setzt, sondern die Thematik angeht, wie Menschen sich unter selbstgesetzten, programmsprachlich automatisierten und netz-kontingenten Bedingungen werden verändern müssen, um die informationellen Ressourcen zu nutzen.“

Mag. Bettina Kann (Leiterin Hauptabteilung Digitale Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek)

Als Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek ist Bettina Kann für die digitalen Informationsbestände der Österreichischen Nationalbibliothek verantwortlich. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau digitaler Sammlungen bestehend aus digitalisierten und “born-digital” Ressourcen aufzubauen. Schwerpunkte ihrer Arbeit:

- internationale Standards für digitales Sammlungsmanagement zu befolgen.

- Zugang zu diesen digitalen Sammlungen für Wissenschaftler und die breite Öffentlichkeit mit entsprechenden Interfaces zu schaffen – unter Berücksichtigung der Benützerwünsche und der rechtlichen Anforderungen.

- diese digitalen Sammlungen langfristig zu archivieren, da sie Teil des österreichischen Kulturerbes sind.

- die digitalen Angebote der Bibliothek in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, um die österreichische Informationsgesellschaft zu fördern, demokratischen und gleichen Zugang zu Information anzubieten und zu lebenslangem Lernen zu ermutigen.

- Forschung und Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene zu betreiben, um Texterkennung und Suchmaschinentechnologie einzuführen, Langzeitarchivierungsstrategien zu optimieren und digitale Services zu verbessern.

Andreas Blumauer (Managing Director der Semantic Web Company)

Andreas Blumauer studierte Betriebsinformatik an der Wirtschafts-Uni Wien und an der TU Wien und begann seine Karriere als Software-Entwickler für Finanzdienstleistungen. 1998 war er Mitgründer von punkt. netServices, einem auf Enterprise 2.0 spezialisierten Softwareunternehmen. Er ist geschäftsführender Teilhaber der Semantic Web Company und dort für verschiedene Beratungsprojekte verantwortlich. Andreas Blumauer ist Dozent an der Wiener Fachhochschule FHWien und Lektor an der Donau-Universität Krems, jeweils in den Bereich Knowledge Management Systeme und Semantische Technologien.

Mehr unter: http://www.semantic-web.at/1.6191.resource.6.andreas-blumauer.htm

Helmut Hackl (Betreiber von www.pocket.at)

Helmut Hackl ist ein digitaler Mobilist. Mit pocket.at und den dazugehörigen Lounges für unterschiedlichste Aspekte des digital-mobilen Lebens bietet er das wahrscheinlich größte Online-Medium im deutschen Sprachraum, das von einer Einzelperson betrieben wird. Hackl ist grundsätzlich mit mehreren Smartphones unterschiedlichster Hersteller anzutreffen, weiß so gut wie alles über die Stärken und Schwächen der Betriebssysteme, kennt die besten Apps und ist eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Tipps und Tricks. Er filtert Tag für Tag Hunderte Websites, RSS-Feeds und Tweets und bereitet daraus News und Geschichten für seine Leser auf. Grundlage für seine Arbeit ist effizientes Information Management und das nicht nur auf einer rein digitalen Ebene, sondern auch auf einer sozialen.

Moderation: Martin Mühl (Chefredakteur, The Gap)

Martin Mühl ist Chefredateur von The Gap. Gemeinsam mit Thomas Weber arbeitete er in den letzten Jahren an dessen Ausrichtung als eines der führenden Magazine für (Pop-)Kultur, Technik und Medien – und deren Nutzung als Tools und Freudenspender, beruflich wie privat. Inhaltlich bedeutet dies neben Games einen Fokus auf Social Media, (Consumer) Electronics und andere Entwicklungen im Online-Bereich. Eine Arbeit zwischen eigener Neugier, der Notwendigkeit Basiswissen zu vermitteln und der Euphorie die Zukunft ein bisschen mitzugestalten.

Statement zu twenty.twenty: “twenty.twenty bleibt realistisch: Wir wissen nicht wirklich, wie die Welt 2020 aussehen wird, doch das ist kein Grund, sich nicht mit (anstehenden) Veränderungen auseinanderzusetzen. Wir haben Spaß an der Aufregung, die da oft mitschwingt, und das Verantwortungsbewusstsein, gemeinsam genauer hinzusehen. Denn: Zukunft kann man nicht verordnen. Sie gehört gestaltet.”